NATiOnalfeiertag: Österreich, quo vadis?

Update am 28.06.2012 von guru, ursprüng­lich ver­öf­fent­licht am 28.10.2011 von athen­oc­tus unter „Nationalfeiertag: Österreich, quo vadis?”

Schön lang­sam kön­nen sich unse­re Volksverräter nicht mehr zurück­hal­ten und Österreich’s Weg in die NWO, zumin­dest nach ihren Vorstellungen, kommt jetzt ans Tageslicht.
Mehr unter Update am Ende des Artikels …

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Seit dem 26. Oktober 1955 fei­ert der Staat Österreich jähr­lich sei­ne immer­wäh­ren­de Neutralität. Aber ist Österreich über­haupt noch neu­tral? Wurde an die­sem Mittwoch der Nationalfeiertag eigent­lich noch zu Recht zele­briert? Nach all den öster­rei­chi­schen Kriegsbeteiligungen der letz­ten Jahre ist unse­re Rolle als neu­tra­ler Staat in der inter­na­tio­na­len Politik jeden­falls äußerst frag­lich.

Dies hielt unse­ren Bundespräsidenten Heinz Fischer natür­lich nicht davon ab, zum Auftakt der Feierlichkeiten hei­le Welt zu spie­len und in Begleitung von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) sowie von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger(ÖVP), den Festakt mit der tra­di­tio­nel­len Kranzniederlegung in der Krypta am Heldendenkmal zu eröff­nen. Anschließend folg­ten die ver­pflich­ten­de Angelobung von 1.412 Rekruten des Bundesheeres und ein Showaufmarsch der Garde.

Die gro­ße Leistungsschau des Bundesheeres auf dem Heldenplatz lock­te wie­der hun­dert­tau­sen­de Besucher an. Heuer waren auch erst­mals Truppenteile von Armeen aus Deutschland, Irland, Kroatien, Mazedonien und Tschechien, nament­lich der EU-Battlegroups, zu sehen.

Was haben bit­te aus­län­di­sche Soldaten in Uniform auf öster­rei­chi­schem, immer­wäh­rend neu­tra­lem Territorium ver­lo­ren? Tja – wir gehö­ren ja bekannt­lich seit dem 1. Jänner 1995 zu die­sem kor­rup­ten und von Konzernen und Banken kon­trol­lier­ten Staatenverbund, den vie­le mitt­ler­wei­le nur noch EUDSSR nen­nen.

Große Heeresschau am Heldenplatz in Wien. Quelle: http://orf.at/stories/2086305/2086300/

Die EUDSSR will im Rahmen der Europäischen Sicherheitsstrategie mit den erwähn­ten inter­na­tio­na­len Battlegroups ihre Fähigkeit ver­bes­sern, nach einer ent­spre­chen­den poli­ti­schen Entscheidung schnell auch mili­tä­risch auf Krisen und Konflikte reagie­ren zu kön­nen. Dabei sol­len Einsätze in ers­ter Linie man­da­tiert durch die Vereinten Nationen erfol­gen. Das heißt natür­lich auch, dass sich das klei­ne Österreich dem Willen grö­ße­rer und mäch­ti­ge­rer Staaten beu­gen muss – immer­wäh­ren­de Neutralität hin oder her. In der UNO dik­tie­ren v.a. die USA das Geschehen, wie auch vor kur­zem der Konflikt in Nordafrika ein­drück­lich gezeigt hat.

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Dazu ein klei­ner Exkurs:

Wozu UNO-Mandate eben gut sind zeigt das jüngs­te Beispiel aus dem einst so rei­chen Libyen:
Am 17. März ver­ab­schie­de­te der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1973, in der offi­zi­ell die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen sowie der Schutz der Zivilbevölkerung mit mili­tä­ri­schen Mitteln auto­ri­siert wur­de. Dies ent­sprach der Realisierung des para­do­xen orwel­lia­ni­schen Mottos „Frieden durch Krieg” bzw. „Zivilschutz durch Bombardierung”.
Am 19. März, am sel­ben Tag an dem 8 Jahre zuvor der Irakkrieg begann, star­te­ten schließ­lich die NATO-Bombardierungen, die das Land zurück in die Steinzeit schleu­der­ten. Dabei muss­ten tau­sen­de unschul­di­ge Zivilisten ihr Leben las­sen, dar­un­ter auch Frauen und Kinder. Entweder es lief nicht ganz nach ihrem unlo­gi­schen Plan, oder es waren ande­re Absichten als die offi­zi­el­len im Spiel (der ges­tern von uns ver­öf­fent­lich­te Artikel von Thierry Meyssan zeugt z.B. von ande­ren als den angeb­li­chen huma­ni­tä­ren Interessen). Jedenfalls war die­se Resolution des UN-Sicherheitsrats, die schließ­lich zu einem Angriffskrieg aus­ar­te­te und in der Exekution des ehe­ma­li­gen Diktators Muammar al-Gaddafi durch die Rebellen nun ihren Höhepunkt fand, schon von Anfang an völ­ker­rechts­wid­rig. Denn im Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen, unter dem Punkt „Maßnahmen bei Bedrohung oder Bruch des Friedens und bei Angriffshandlungen” steht fol­gen­des geschrie­ben:

A r t i k e l  39

Der Sicherheitsrat stellt fest, ob eine Bedrohung oder ein Bruch des Friedens oder eine Angriffshandlung vor­liegt; er gibt Empfehlungen ab oder beschließt, wel­che Maßnahmen auf Grund der Artikel 41 und 42 zu tref­fen sind, um den Weltfrieden und die inter­na­tio­na­le Sicherheit zu wah­ren oder wie­der­her­zu­stel­len.

A r t i k e l  40

Um einer Verschärfung der Lage vor­zu­beu­gen, kann der Sicherheitsrat, bevor er nach Artikel 39 Empfehlungen abgibt oder Maßnahmen beschließt, die betei­lig­ten Parteien auf­for­dern, den von ihm für not­wen­dig oder erwünscht erach­te­ten vor­läu­fi­gen Maßnahmen Folge zu leis­ten. Diese vor­läu­fi­gen Maßnahmen las­sen die Rechte, die Ansprüche und die Stellung der betei­lig­ten Parteien unbe­rührt. Wird den vor­läu­fi­gen Maßnahmen nicht Folge geleis­tet, so trägt der Sicherheitsrat die­sem Versagen gebüh­rend Rechnung.

Ich habe in die­sem inter­nen Aufstand eini­ger bewaff­ne­ter Rebellen in Libyen von Anfang an kei­ne Bedrohung des inter­na­tio­na­len- oder Weltfriedens erken­nen kön­nen! Viel mehr fin­de ich, dass die Einmischung der NATO (= USA) erst ein inter­na­tio­na­les Problem dar­aus gemacht hat! Außerdem erwei­ter­ten die NATO Bomber ihren Einsatz in Libyen, ohne zusätz­li­ches Mandat, von der Einrichtung einer Flugverbotszone hin zu einer akti­ven Luftwaffenunterstützung der Rebellentruppen. Es wur­de also nicht ein­mal die an sich schon geset­zes­wid­ri­ge Resolution 1973 ein­ge­hal­ten! Warum greift man sofort zu der­art dras­ti­schen Maßnahmen mit gro­ßen „Kollateralschäden”, anstatt z.B. zuerst die Rebellen mit ein­fa­chen Boden-Luft Raketen zu ver­sor­gen?
Erschwerend kommt außer­dem noch hin­zu, dass am 18. März der liby­sche Außenminister Mussa Kussa bei einer Pressekonferenz einen sofor­ti­gen Waffenstillstand ange­bo­ten hat­te und somit eigent­lich genann­ten Artikel 40 erfüllt hät­te. Die NATO Angriffe wären also gar nicht mehr not­wen­dig gewe­sen. Dazu berich­te­te Freeman von ASR über Kussas Angebot:

Wir haben uns für einen sofor­ti­gen Waffenstillstand ent­schie­den und ein Ende aller mili­tä­ri­schen Operationen.Kussa sag­te wei­ter, weil sein Land ein Mitglied der Vereinten Nationen sei, ist esver­pflich­tet die Resolution des UNO-Sicherheitsrat zu akzep­tie­ren.”

Am Tage dar­auf fie­len aber, unge­ach­tet der liby­schen Forderungen nach einem Waffenstillstand, schon die ers­ten NATO-Bomben. Darunter waren auch die welt­weit geäch­te­ten Cluster- oder Streubomben, die zwi­schen Soldaten und Zivilisten natür­lich kei­nen Unterschied machen (abge­se­hen davon, dass Soldaten auch Menschen sind! Außer für Friedensnobelpreisträger und Massenmörder Henry Kissinger = Avraham Ben Elazar - Zitat: „Soldaten sind nur dum­me Tiere, die als Bauern in der Aussenpolitik benutzt wer­den.”):

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Download: hier oderNATO benutzt verbotene Streubomben

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Laut globalresearch.ca kam es in Libyen neben den Streubomben auch zum Einsatz der gefürch­te­ten Uranmunition und damit zu direk­ten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Dazu 2 Artikel, lei­der nur auf Englisch: NATO War Crimes: Depleted Uranium Found in Libya by Scientists und Cruise mis­si­les with deple­ted ura­ni­um on Libya). Was für Gesundheitsschäden die­ser inter­na­tio­nal geäch­te­te radio­ak­ti­ve Munitiontypus bis­her an der Zivilbevölkerung im Irak und im Kosovo ange­rich­tet hat, kann man in die­ser Dokumentation nach­ver­fol­gen: Deadly Dust – Todesstaub. Es ist auch gut zu wis­sen, dass der ver­strahl­te Saharastaub mit den nächs­ten stär­ke­ren Jet-Streams zu uns nach Mitteleuropa kom­men wird! Das alles natür­lich mit Unterstützung vom immer­wäh­rend neu­tra­len Österreich (sie­he wei­ter unten).

Was kann man also eigent­lich noch von sol­chen zukünf­ti­gen UNO-Mandaten für die Battlegroups u.a. hal­ten, außer dass die­se zur Durchsetzung impe­ria­lis­ti­scher Interessen die­nen wür­den? Unsere immer­wäh­rend neu­tra­len Soldaten könn­ten somit in Zukunft als ame­ri­ka­ni­sches Kanonenfutter die­nen – Na toll! Optimisten könn­ten höchs­tens noch behaup­ten, dass unser geprie­se­ner Friedensnobelpreisträger Obama im Weißen Haus bei zukünf­ti­gen Kriegseinsätzen aber sicher umsich­tig mit unse­ren Landesverteidigern umge­hen wird! (Vorsicht vor mei­nem Sarkasmus!)

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Und was hat Libyen jetzt mit Österreichs Neutralität zu tun?

Am 12. April hat­te unse­re Regierung beschlos­sen, zwei bis maxi­mal 15 Offiziere zu Vorbereitungsmaßnahmen in das stra­te­gi­sche EUFOR Libya-Hauptquartier nach Rom zu ent­sen­den. Im Hauptausschuss des Nationalrates am 14. April wur­de die Entsendung von Stabsoffizieren zum huma­ni­tä­ren Einsatz bzw. zur Friedenssicherung (wie nun Krieg in Neusprech genannt wird) wei­ter dis­ku­tiert. Es stimm­ten die Regierungsparteien SPÖ, ÖVP und Grüne für die­se Auslandsentsendung. Dabei konn­te eine Ausdehnung des Bundesheer-Einsatzes bis nach Libyen selbst von Verteidigungsminister Darabos nicht aus­ge­schlos­sen wer­den. Darüber, dass die­se Vorbereitungsmaßnahme in der Öffentlichkeit aber ver­hält­nis­mä­ßig viel Aufsehen erzeug­te, zeig­te sich Bundeskanzler Faymann damals über­rascht.
Es wirkt eben auf die meis­ten Österreicher eigen­ar­tig, als immer­wäh­rend neu­tra­les Land in einem Angriffskrieg mit­zu­mi­schen, wer­ter Bundeskanzler!

Was  Libyen betrifft, stand eben­falls zur Debatte, gene­rell EU-Battlegroups dort­hin zu ent­sen­den – qua­si als das vor­her erwähn­te trans­eu­ro­päi­sche Kanonenfutter. Allerdings wur­de dafür von den Vereinten Nationen bis­her zum Glück noch kein Mandat ein­ge­setzt. Anscheinend rei­chen die NATO-Bomben mit Unterstützung der CIA auf dem Boden für die impe­ria­lis­ti­schen Interessen der USA und Frankreichs soweit aus.
Der Kommandant des öster­rei­chi­schen Battlegroup-Kontingents, Major Andreas Loschek, beton­te aber vor allem die hohe Flexibilität des Bundesheer-Kontingentes. Das Aufgabenspektrum reicht dabei von huma­ni­tä­ren Missionen bis hin zu frie­den­schaf­fen­den Interventionen (wie bekann­ter­wei­se in Libyen …). Auf der offi­zi­el­len Bundesheerseite wird Major Loschek wie folgt zitiert:

„’Das gesam­te Auftreten und Handeln unse­res Kontingentes muss dem Motto ’fast, fle­xi­ble, ready’ gerecht wer­den.’ Schließlich, so Loschek, wis­se der­zeit noch nie­mand, ’wo die Reise hin­geht’”.

Wenn es so wei­ter­geht, dann könn­te so ein Einsatz schlimms­ten­falls irgend­wann ein­mal zu einer Reise ohne Wiederkehr wer­den! Hoffen wir, dass sich die Dinge anders ent­wi­ckeln – wobei unse­re Hoffnungen die Politik für gewöhn­lich nicht inter­es­sie­ren.

Bundesheereinsatz in Tschad/​ Darfur:

Das Bundesheer betei­lig­te sich bis Ende 2009 mit 160 Soldaten an der huma­ni­tä­ren Mission der Vereinten Nationen namens MINURCAT im Tschad („United Nations Mission in the Central African Republic and Chad”).
Offizielles Motiv war es den Hunderttausenden Flüchtlingen zu hel­fen, die aus der west­su­da­ne­si­schen Krisenregion Darfur ver­trie­ben wur­den. Zuerst nahm Österreich im Rahmen des EUFOR-Einsatzes Teil und ver­län­ger­te dann die Stationierung der Soldaten für einen UNO-Blauhelmeinsatz.
Allerdings ist es für mich klar, dass Österreich den Franzosen in ihrer (ehe­ma­li­gen) Kolonie ein wenig aktiv unter die Arme grei­fen woll­te. Mit aktiv sind hier Aufklärungsmissionen österr. Spezialeinheiten gemeint, wel­che für fol­gen­de Angriffe fran­zö­si­scher Truppen auf Rebellenstützpunkte benö­tigt wur­den! Damit hat sich das immer­wäh­rend neu­tra­le Österreich direkt in eine Kampfhandlung ein­ge­mischt! In mei­ner per­sön­li­chen Logik passt das aber nicht gera­de zum Begriff der Neutralität … Die Presse schrieb dazu damals ledig­lich:

Österreich stellt für die Eufor Spezialeinsatzkräfte für Aufklärungsmissionen. Ob das Bundesheer die­se Aufgaben auch für die UNO wahr­nimmt, ist noch unklar. ’Das Aufgabenspektrum kann sich noch etwas ändern’, heißt es aus dem Verteidigungsministerium. Details müss­ten gemein­sam mit der UNO fest­ge­legt wer­den.”

Den Franzosen gefiel natür­lich die Beteiligung des neu­tra­len Österreich an ihrer Kolonialpolitik. Der fran­zö­si­sche Staatssekretär Jean-Pierre Jouyet ver­teil­te des­halb viel Lob und Eitelkeiten und mein­te dazu: „Europa arbei­tet nicht für Frankreich, Europa arbei­tet für Europa. (…) Der Tschad war nie­mals ein­fach – weder für die Franzosen, noch für ande­re.” Damit woll­te der Staatssekretär Spekulationen über fran­zö­si­sche Kolonialinteressen in dem Konflikt aus dem Weg räu­men.

Der franz. Staatssekretär Jean-Pierre Jouyet und die dama­li­ge österr. Außenministerin Ursula Plassnik hat­ten gut Lachen. Plassnik ist der­zeit Botschafterin in Frankreich 😉 Aus: http://derstandard.at/3142715?seite=2

Im Rahmen der Operation „Epervier” (Sperber) sind schon seit Jahren mehr als tau­send fran­zö­si­sche Soldaten im Tschad im Einsatz. Ihre Aufgabe besteht, auf­bau­end auf einem Kooperationsabkommen von 1976 mit der dor­ti­gen Regierung, in medi­zi­ni­scher und logis­ti­scher Hilfe und Aufklärungsmissionen. Nach offi­zi­el­ler Darstellung betei­li­gen sie sich nicht direkt an den Auseinandersetzungen zwi­schen Regierungssoldaten und Rebellen. Allerdings beruht die fran­zö­si­sche Operation auf dem bila­te­ra­len Abkommen zwi­schen Paris und Ndjamena. Ob die Franzosen nun wirk­lich mit der Regierung gegen die Rebellen zusam­men­ar­bei­tet und sich die immer­wäh­rend neu­tra­len Österreicher da ein­fach mit hin­ein­zie­hen haben las­sen, dar­über kann sich jeder sel­ber Gedanken machen. Jedenfalls gab es für die Rebellen selbst natür­lich kei­nen Unterschied zwi­schen den fran­ko­pho­nen und den öster­rei­chi­schen Soldaten, wes­halb es auch zu zahl­rei­chen Zwischenfällen mit Kampfhandlungen kam. Gut gemacht, „neu­tra­les, frei­es” Österreich! Ich fin­de hier­zu die­ses Bild sehr pas­send:

Aus: http://picture.yatego.com/images/ 4d1a2974936fc5.8/Bananenrepublik_oesterreich.jpg

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Persönliches Fazit:

Man hört immer öfter, dass es auf­grund einer soge­nann­ten huma­ni­tä­ren Hilfe oder einer angeb­li­chen Friedenssicherung zu Kriegen kommt. Natürlich wird dabei von den Massenmedien ver­schlei­ert, dass meist ganz ande­re wirt­schafts­po­li­ti­sche oder geo­stra­te­gi­sche Interessen dahin­ter ste­cken. Warum ereig­nen sich sol­che Einsätze denn zufäl­li­ger­wei­se immer in Regionen mit vie­len Rohstoffen (z.B. Öl in Irak oder in Darfur/​ Südsudan und Libyen; oder Chrom im Kosovo; etc.) oder wich­ti­ger stra­te­gi­scher Lage (z.B. Afghanistan als Brückenkopf nach Zentralasien/​ Iran)? Warum hilft man denn nicht auch in all den ande­ren Krisenherden welt­weit, wenn man wirk­lich so sehr am Wohl der Menschheit inter­es­siert wäre? In wie­vie­len ande­ren Ländern ist die huma­ni­tä­re Situation noch viel kata­stro­pha­ler? Beispiele hier­für wären die ver­zwei­fel­ten Kämpfe der Regimegegner in Bahrain, in Saudi Arabien, Oman oder im Jemen. Und was ist mit dem größ­ten Freiluftgefängnis der Welt im Gazastreifen? Nach UN-Logik müss­ten zum Schutze der Palästinenser die NATO-Bomben auch in Israel zum Einsatz kom­men, oder etwa nicht? Und was ist mit ande­ren afri­ka­ni­schen Ländern wie z.B. Somalia oder dem Kongo?

Man soll­te sich prin­zi­pi­ell immer die­se eine sehr wich­ti­ge Frage stel­len: Cui bono? – Wer pro­fi­tiert? Mit Sicherheit nicht die lei­den­den Zivilisten in den betrof­fe­nen Ländern! Die eige­nen Konzerne und Investoren aus dem Bankensektor da schon viel eher … kein Wunder, dass die ers­te Amtshandlung des Übergangsrats von Libyen dar­in bestand, eine Rothschild-Zentralbank für die kom­men­den „libe­ra­li­sier­ten” Ölgeschäfte zu instal­lie­ren!

Dass der Großteil der österr. Bevölkerung mitt­ler­wei­le das Scheinargument der Politiker: „Frieden durch Krieg”, so kalt­blü­tig und unkri­tisch schluckt, stimmt mich sehr nach­denk­lich. Menschen neh­men das Argument „Humanitäre Hilfe durch Waffengewalt” ohne dar­über nach­zu­den­ken und zu reflek­tie­ren auf. Es wird der brei­ten Masse von der Manipulationsmaschine der Medien durch ein­sei­ti­ge Berichterstattung zu schmack­haft gemacht. Mir scheint, als wür­de der mora­li­sche Wertezerfall auf poli­ti­scher- wie auch Bevölkerungs-Ebene in den west­li­chen Gesellschaften mit gro­ßen Schritten fort­schrei­ten. Ein Indiz dafür ist z.B. auch die Einstellung der offi­zi­el­len Führungspersönlichkeiten des Westens hin­sicht­lich staat­li­cher Hinrichtungen und offi­zi­el­lem Mord. Ich rede dabei nicht von irgend­wel­chen Schurkenstaaten im klas­si­schen Sinne, son­dern von den USA und ihren Lakaien: So sind die angeb­li­che Ermordung des Ex-CIA Agenten Osama Bin-Laden in Pakistan ohne Gerichtsverhandlung, oder die kürz­lich erst ver­ab­schie­de­te Gesetzesänderung Barrack Obamas, wel­che das Töten von ame­ri­ka­ni­schen Staatsbürgern inter­na­tio­nal erlaubt (Stichwort Anwar al-Awlaki im Jemen) mora­lisch äußerst bedenk­li­che Entwicklungen. Ein wei­te­res Beispiel ist Hillary Clinton, die sich sicht­lich über die unmensch­li­che Exekution von Gaddafi freu­te:

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Download: hier oderHillary Clinton Laughs About Gadaffis Death

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Hillarys dis­so­zia­les Kommentar dazu: „Wir kamen, wir sahen, er starb!” Das ist nicht nur geschmack­los, son­dern für jeden auch ein Zeichen, wie viel Respekt die ame­ri­ka­ni­sche Außenministerin vor einem Menschenleben hat.

Anstatt dass sich Österreich von solch einer patho­kra­ti­schen Art von Politik distan­zie­ren und wah­re Neutralität zei­gen wür­de, wer­den krie­ge­ri­sche Handlungen von unse­rer Regierung nicht nur öffent­lich gut­ge­hei­ßen, son­dern noch aktiv vom Bundesheer unter­stützt. Und vom Afghanistankonflikt, in wel­chem deut­sche und öster­rei­chi­sche Soldaten brav die ame­ri­ka­ni­schen Schlafmohnfelder bewa­chen, war in die­sem Artikel noch nicht ein­mal die Rede!
Wir soll­ten uns viel öfter ein Beispiel an der Schweiz neh­men, die es bis­her erfolg­reich geschafft hat, sich aus Konflikten raus zu hal­ten. Allerdings wird auch schon an die­ser letz­ten real­de­mo­kra­ti­schen Bastion der Menschheit kräf­tig gerüt­telt (z.B. durch die Bindung des schwei­zer Franken an die Untergangswährung Euro).

Wohin geht also die Reise, gelieb­tes Österreich? Meiner Meinung nach in eine gefähr­li­che, ganz und gar nicht neu­tra­le Richtung …

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Update 28.06.2012 von guru:

Schön lang­sam kön­nen sich unse­re Volksverräter nicht mehr zurück­hal­ten und Österreich’s Weg in die NWO, zumin­dest nach ihren Vorstellungen, kommt jetzt ans Tageslicht.

Sinniert doch NochVizekanzler Spindelegger öffent­lich über die voll­stän­di­ge Aufgabe der öster­rei­chi­schen Finanzhoheit nebst ande­ren, vie­le sind es ja nicht mehr. Mit dem geplan­ten Durchboxen des ESM durch die Koalition aus sei­ner Öster­rei­chi­sche Verrä­ter Part­ei, nicht bes­se­ren Sie Plün­dern Öster­reich und der Grünen Mamba, soll dies nächs­te Woche im Parlament ver­wirk­licht wer­den!
Offensichtlich die geplan­te Abschaffung des öster­rei­chi­schen Staates unter Selbstverwaltung und damit einer demo­kra­ti­schen Ordnung!

Während des­sen läßt NochVerteidigungsminister Darabos sei­ne wah­ren Ziele eines Berufsheeres, anläß­lich eines Truppenbesuches in Kärnten, durch sei­nen Brigadier ver­öf­fen­li­chen: „Es macht kei­nen Sinn, 3800 Grundwehrdiener pro Jahr mit 38 Millionen Euro zu finan­zie­ren, wenn die­se im Ausland nicht ein­ge­setzt wer­den kön­nen.
Ziel des Truppenumbaus ist es also öster­rei­chi­sche Berufsoldaten im Ausland an Kriegspielen tei­ha­ben zu las­sen!

Quelle:

  • Kronen-Zeitung vom 28.06.2012, Seite 3 und 12 bzw. Ö1-„Morgenjournal” vom 27.06.2012.

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Quellen:

  • http://de.wikipedia.org/wiki/EU_Battlegroups
  • http://news.orf.at/stories/2052788/2052762/
  • http://orf.at/stories/2086305/2086300/
  • http://wien.orf.at/news/stories/2506887/
  • http://orf.at/stories/2086305/2086306/
  • http://www.bmlv.gv.at/sk/skfuekdo/artikel.php?id=3127
  • http://www.bmlv.gv.at/journalist/pa_body.php?id=2475&timeline=
  • http://www.bmlv.gv.at/ausle/eufor_tschad/index.shtml
  • http://www.bundesheer.at/ausle/eufor_tschad/artikel.php?id=2343
  • http://www.whywar.at/interventionen
  • http://www.documentarchiv.de/in/1945/un-charta.html
  • http://www.oesterreichnews.de/687-oesterreichische-soldaten-werden-aus-dem-tschad-zurueckgeholt/
  • http://www.news.at/articles/0834/15/216222/zwischenfall-eufor-einsatz-tschad-oesterreichische-soldaten-beschuss
  • http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/445228/Bundesheer-bleibt-bis-Ende-des-Jahres-im-Tschad
  • http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/03/libyen-schliesst-seinen-luftraum-der.html
  • http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/barackobama/7564581/Barack-Obama-orders-killing-of-US-cleric-Anwar-al-Awlaki.html
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_Plassnik
  • http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=24212
  • http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=25510

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5 Responses to NATiOnalfeiertag: Österreich, quo vadis?

  1. Totems says:

    Spannender Artikel, dies­mal auch mit einem sehr guten per­sön­li­chen Fazit, sowas würd ich mir häu­fi­ger wün­schen!
    Thamtisch hast du eigent­lich zienmlich alles gesagt, da ist nicht viel hin­zu zu fügen. Es ist halt wirk­lich eine Schande, wie weit Österreich jetzt schon von wah­rer Neutralität ent­fernt ist. Diese Schönfärberei mit neu­en Begriffen wie „huma­ni­tä­re Hilfe” ist zum kot­zen. Die Kriege der letz­ten Jahre waren alle­samt Verbrechen aus wirt­schafl­ti­chen bzw. macht­po­li­ti­schen Gründen, da brau­chen wir nicht drü­ber dis­ku­tie­ren.

    Problem für Österreich selbst ist, dass wir ja mit Zustimmung zu diver­sen EU-Verträgen prak­tisch gar nicht mehr neu­tral sein kön­nen… alles eine Augenauswischerei… wir wer­den mit­ma­schie­ren müs­sen wenns soweit ist und Brüssel ruft…

    Wohin geht die Reise? Irgendwie möcht ich gar­nit drü­ber nach­den­ken, denn es sieht nicht gut aus…

  2. Athenoctus says:

    Dankeschön! 🙂 Ich will nicht zu oft mein per­sön­li­ches Fazit als sol­ches dar­un­ter set­zen, denn zum einen soll­te mei­ne Meinung schon im Haupttext sel­ber aus­ge­spro­chen wer­den, und zum ande­ren soll­te sich jeder selbst noch ein wenig Gedanken dar­über machen.
    Aber wenns passt – beson­ders auch bei län­ge­ren Artikeln – kannst du mit Fazits rech­nen!

    Ich habe den Clip mit den Streubomben ersetzt. Ist immer wie­der erstaun­lich wie schnell sol­che Videos gelöscht wer­den. Wir arbei­ten gera­de an unse­rem eige­nen Videostream, damit wir vor sol­chen Zensurmaßnahmen in Zukunft bes­ser geschützt sind.

    LG,
    Athenoctus

  3. Athenoctus says:

    Das Video mit den NATO-Streubomben in Lybien funk­tio­niert wie­der!

  4. longchamp says:

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