Martin Luther King – „I have a Dream”

Am 28. August 1963 hielt Martin Luther King Jr. vor dem Lincoln Memorial in Washington anläss­lich des Marsches auf Washington für Arbeit und Freiheit eine Rede vor über 250.000 Menschen. Dieser Tag soll­te in die Geschichte der Menschenrechtsbewegung ein­ge­hen.

M.L. King wur­de heu­te vor 83 Jahren, am 15. Januar 1929 in Atlanta, Georgia, gebo­ren. Zu die­sem Anlass möch­te ich nun sei­ne berühm­te Rede vor­stel­len:



Seine 17 minü­ti­ge Ansprache war nicht nur ein Meisterwerk der Rhetorik, gespickt mit zahl­rei­chen Allusionen (a), Anaphern (b) und Stilmitteln einer metho­dis­ti­schen Predigt, son­dern war auch ein wich­ti­ger Meilenstein für die afro­ame­ri­ka­ni­sche Bürgerrechtsbewegung im Kampf für Freiheit und Gleichberechtigung in den USA.
M. L. King kri­ti­sier­te dabei das Apartheidsystem gegen die schwar­ze Bevölkerung in der Öffentlichkeit sowie am Arbeitsplatz. Er benutz­te dabei das Sinnbild des Amerikanischen Traumes, der für den Großteil der afro­ame­ri­ka­ni­schen Bevölkerung unter den Umständen der Disriminierung so gut wie uner­reich­bar war.

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Download: hier oderMartin Luther King - I Have A Dream - Speech August 28, 1963

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Der Amerikanische Traum (engl. „American Dream”) bezeich­net den in der US-ame­ri­ka­ni­schen Gesellschaft fest ver­an­ker­ten Glauben, dass jeder Mensch – beson­ders wenn er einen mora­lisch anstän­di­gen Lebenswandel führt – durch har­te Arbeit und eige­ne Willenskraft sein Leben mit ste­tig stei­gen­dem Einkommen ver­bes­sern kann. Oder anders gesagt: „Dass jeder Amerikaner mit nichts in den Taschen, ohne einen ein­zi­gen Dollar, sich zum Wohlstand hoch­ar­bei­ten kann.“ Dafür steht auch der schon sprich­wört­li­che gewor­de­ne Ausdruck „vom Tellerwäscher zum Millionär”. (7)

Für vie­le US-Amerikaner bedeu­tet heu­te die Erfüllung des Amerikanischen Traumes, etwas pito­resk aus­ge­drückt, den Besitz eines eige­nen Hauses inklu­si­ve Hund, eines gro­ßen Autos und einer glück­li­chen Familie, die alle Vorzüge des Konsums sor­gen­frei genie­ßen kann. Die rie­si­gen, fast ein­heit­li­chen ame­ri­ka­ni­schen Vorstädte sind z.B ein Symbol dafür.

Der „American Dream“ bedeu­tet aber nicht zwangs­läu­fig nur mate­ri­el­le Werte. Es ist dem weit­ge­hend ver­brei­te­ten Individualismus des „American Dream“ zu ver­dan­ken, dass es zum einen um ein Lebensgefühl geht, zum ande­ren um die Verwirklichung von Idealismus, der sich in Ideen wie Gleichheit, Gerechtigkeit und Brüderlichkeit wider­spie­gelt: Werte, die Martin Luther King in sei­ner Rede als höchs­tes Gut anmahn­te. (7)

Wir nei­gen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unse­rer Gehälter oder nach der Größe unse­rer Autos zu bestim­men, als nach dem Grad unse­rer Hilfsbereitschaft und dem Maß unse­rer Menschlichkeit.-Martin Luther King, Jr.

Aus: Zitate Sammlung – 2011

Abb.3: Satyagrahis in ihrer cha­rak­te­ris­ti­schen Uniform (Pfeile).

Hinter King sieht man auch eini­ge Männer in schlich­ten wei­ßen Gewändern und mit ein­fa­chen wei­ßen Mützen ste­hen (Pfeile in Abbildung 3). Dies stellt eine Art „Uniform” dar, wel­che von den soge­nann­ten „Satyagrahis” getra­gen wird. Satyagrahis waren ursprüng­lich die Anhänger von Mahatma Gandhi, wel­che sei­nem Prinzip der Liebe, Gewaltlosigkeit und Wahrheit – genannt Satyagraha – gefolgt waren, um ihre poli­ti­schen Ziele mit fried­li­chen Mitteln durch­zu­set­zen.

Diese poli­ti­sche Strategie beein­fluss­te King und sei­ne Bürgerrechtsbewegung in gro­ßem Maße (Mehr dazu in fol­gen­dem Artikel: Was ist Satyagraha? ).

Mahatma Gandhi und eini­ge sei­ner Satyagrahis auf ihrem berühm­ten Salzmarsch 1930.

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Deutsches Transkript der Rede:

„Ich freue mich, heu­te mit euch zusam­men an einem Ereignis teil­zu­neh­men, das als die größ­te Demonstration für die Freiheit in die Geschichte unse­rer Nation ein­ge­hen wird.

Vor hun­dert Jahren unter­zeich­ne­te ein gro­ßer Amerikaner, in des­sen sym­bo­li­schen Schatten wir heu­te ste­hen, die Emanzipationsproklamation. Er kam wie ein freu­di­ger Tagesanbruch nach der lan­gen Nacht ihrer Gefangenschaft.

Aber hun­dert Jahre spä­ter ist der Neger immer noch nicht frei. Hundert Jahre spä­ter ist das Leben des Negers immer noch ver­krüp­pelt durch die Fesseln der Rassentrennung und die Ketten der Diskriminierung. Hundert Jahre spä­ter schmach­tet der Neger immer noch am Rande der ame­ri­ka­ni­schen Gesellschaft und befin­det sich im eige­nen Land im Exil.

Deshalb sind wir heu­te hier­her gekom­men, um eine schänd­li­che Situation zu dra­ma­ti­sie­ren. In gewis­sem Sinne sind wir in die Hauptstadt unse­res Landes gekom­men, um einen Scheck ein­zu­lö­sen. Als die Architekten unse­rer Republik die groß­ar­ti­gen Worte der Verfassung und der Unabhängigkeitserklärung schrie­ben, unter­zeich­ne­ten sie einen Schuldschein, zu des­sen Einlösung alle Amerikaner berech­tigt sein soll­ten. Dieser Schein ent­hielt das Versprechen, dass allen Menschen — ja, schwar­zen Menschen eben­so wie wei­ßen — die unver­äu­ßer­li­chen Rechte auf Leben, Freiheit und der Anspruch Glück garan­tiert wür­den.

Es ist heu­te offen­bar, dass Amerika sei­nen Verbindlichkeiten nicht nach­ge­kom­men ist, soweit es die schwar­zen Bürger betrifft. Statt sei­ne hei­li­gen Verpflichtungen zu erfül­len, hat Amerika den Negern einen Scheck gege­ben, der mit dem Vermerk zurück­ge­kom­men ist: „Keine Deckung vor­han­den”. Aber wir wei­gern uns zu glau­ben, dass die Bank der Gerechtigkeit bank­rott ist. Wir wei­gern uns zu glau­ben, dass es nicht genü­gend Gelder in den gro­ßen Stahlkammern der Gelegenheiten in die­sem Land gibt.

So sind wir gekom­men, die­sen Scheck ein­zu­lö­sen, einen Scheck, der uns auf Verlangen die Reichtümer der Freiheit und die Sicherheit der Gerechtigkeit geben wird. Wir sind auch zu die­ser merk­wür­di­gen Stätte gekom­men, um Amerika an die grim­mi­ge Notwendigkeit des Jetzt zu erin­nern.

Jetzt ist nicht die Zeit, in der man sich den Luxus einer „Abkühlungsperiode” leis­ten oder die Beruhigungsmittel lang­sa­men, schritt­wei­sen Fortschritts ein­neh­men kann. Jetzt ist die Zeit, die Versprechungen der Demokratie Wirklichkeit wer­den zu las­sen. Jetzt ist die Zeit, aus dem dunk­len und trost­lo­sen Tal der Rassentrennung auf­zu­bre­chen und den hel­len Weg der Gerechtigkeit für alle Rassen zu beschrei­ten.

Jetzt ist die Zeit, unse­re Nation aus dem Treibsand ras­si­scher Ungerechtigkeit zu dem fes­ten Felsen der Brüderlichkeit empor­zu­he­ben. Jetzt ist die Zeit, Gerechtigkeit für alle Kinder Gottes Wirklichkeit wer­den zu las­sen. Es wäre ver­häng­nis­voll für die­se Nation, wenn sie nicht die Dringlichkeit der gegen­wär­ti­gen Lage wahr­neh­men wür­de. Dieser hei­ße Sommer berech­tig­ter Unzufriedenheit des Negers wird nicht zu Ende gehen, solan­ge nicht ein bele­ben­der Herbst der Freiheit und Gerechtigkeit begon­nen hat.

1963 ist kein Ende, son­dern ein Anfang. Wer hofft, der Neger wer­de jetzt zufrie­den sein, nach­dem er Dampf abge­las­sen hat, wird ein böses Erwachen haben, wenn die Nation wie­der wei­ter­macht wie vor­her.

Es wird weder Ruhe noch Rast in Amerika geben, bis dem Neger die vol­len Bürgerrechte zuge­bil­ligt wer­den. Die Stürme des Aufruhrs wer­den wei­ter­hin die Grundfesten unse­rer Nation erschüt­tern, bis der hel­le Tag der Gerechtigkeit anbricht.

Und das muss ich mei­nem Volk sagen, das an der abge­nutz­ten Schwelle der Tür steht, die in den Palast der Gerechtigkeit führt: Während wir ver­su­chen, unse­ren recht­mä­ßi­gen Platz zu gewin­nen, dür­fen wir uns kei­ner unrech­ten Handlung schul­dig machen.

Lasst uns nicht aus dem Kelch der Bitterkeit und des Hasses trin­ken, um unse­ren Durst nach Freiheit zu stil­len. Wir müs­sen unse­ren Kampf stets auf der hohen Ebene der Würde und Disziplin füh­ren. Wir dür­fen unse­ren schöp­fe­ri­schen Protest nicht zu phy­si­scher Gewalt her­ab­sin­ken las­sen. Immer wie­der müs­sen wir uns zu jener majes­tä­ti­schen Höhe erhe­ben, auf der wir phy­si­scher Gewalt mit der Kraft der Seele ent­ge­gen­tre­ten.

Der wun­der­ba­re, neue kämp­fe­ri­sche Geist, der die Gemeinschaft der Neger erfasst hat, darf uns nicht ver­lei­ten, allen Weißen zu miss­trau­en. Denn vie­le unse­rer wei­ßen Brüder — das beweist ihre Anwesenheit heu­te — sind zu der Einsicht gekom­men, dass ihre Zukunft mit der unse­ren untrenn­bar ver­bun­den ist. Sie sind zu der Einsicht gelangt, dass ihre Freiheit von unse­rer Freiheit nicht zu lösen ist. Wir kön­nen nicht allein mar­schie­ren.

Und wenn wir mar­schie­ren, müs­sen wir uns ver­pflich­ten, stets wei­ter zu mar­schie­ren. Wir kön­nen nicht umkeh­ren. Es gibt Leute, die fra­gen die­je­ni­gen, die sich selbst der Bürgerrechte ver­pflich­tet füh­len: „Wann wer­det ihr end­lich zufrie­den­ge­stellt sein?” Wir kön­nen nie­mals zufrie­den­ge­stellt sein, solan­ge der Neger das Opfer der unaus­sprech­li­chen Schrecken poli­zei­li­cher Brutalität ist.

Wir kön­nen nicht zufrie­den­ge­stellt sein, solan­ge unse­re müden Leiber nach lan­ger Reise in den Motels an den Landstraßen und den Hotels der gro­ßen Städte kei­ne Unterkunft fin­den. Wir kön­nen nicht zufrie­den­ge­stellt sein, solan­ge die Bewegungsfreiheit der Neger in ers­ter Linie dar­in besteht, von einem klei­nen Ghetto in ein grö­ße­res zu gehen.

Wir kön­nen nicht zufrie­den­ge­stellt sein, solan­ge unse­re Kinder ihrer Freiheit und Würde beraubt wer­den durch Zeichen, auf denen steht: „Nur für Weiße”. Wir kön­nen nicht zufrie­den­ge­stellt sein, solan­ge der Neger in Mississippi nicht das Stimmrecht hat und der Neger in New York nie­mand hat, den er wirk­lich wäh­len möch­te. Nein, wir wer­den nicht zufrie­den­ge­stellt sein, bis das Recht strömt wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein mäch­ti­ger Strom.

Ich weiß wohl, dass man­che unter euch hier­her gekom­men sind aus gro­ßer Bedrängnis und Trübsal. Einige von euch sind direkt aus engen Gefängniszellen gekom­men. Einige von euch sind aus Gegenden gekom­men, in denen ihr auf­grund eures Verlangens nach Freiheit mit­ge­nom­men und erschüt­tert wur­det von den Stürmen der Verfolgung und poli­zei­li­cher Brutalität. Ihr seid die Veteranen schöp­fe­ri­schen Leidens. Macht wei­ter und ver­traut dar­auf, dass unver­dien­tes Leiden erlö­sen­de Qualität hat.

Geht zurück nach Mississippi, geht zurück nach Georgia, geht zurück nach Louisiana, geht zurück in die Slums und Ghettos der Großstädte im Norden in dem Wissen, dass die jet­zi­ge Situation geän­dert wer­den kann und wird. Lasst uns nicht Gefallen fin­den am Tal der Verzweiflung.

Heute sage ich euch, mei­ne Freunde, trotz der Schwierigkeiten von heu­te und mor­gen habe ich einen Traum. Es ist ein Traum, der tief ver­wur­zelt ist im ame­ri­ka­ni­schen Traum. Ich habe einen Traum, dass eines Tages die­se Nation sich erhe­ben wird und der wah­ren Bedeutung ihres Credos gemäß leben wird: „Wir hal­ten die­se Wahrheit für selbst­ver­ständ­lich: dass alle Menschen gleich erschaf­fen sind.”

Ich habe einen Traum, dass eines Tages auf den roten Hügeln von Georgia die Söhne frü­he­rer Sklaven und die Söhne frü­he­rer Sklavenhalter mit­ein­an­der am Tisch der Brüderlichkeit sit­zen kön­nen.

Ich habe einen Traum, dass sich eines Tages selbst der Staat Mississippi, ein Staat, der in der Hitze der Ungerechtigkeit und Unterdrückung ver­schmach­tet, in eine Oase der Gerechtigkeit ver­wan­delt.

Ich habe einen Traum, dass mei­ne vier klei­nen Kinder eines Tages in einer Nation leben wer­den, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, son­dern nach ihrem Charakter beur­tei­len wird. Ich habe einen Traum heu­te…

Ich habe einen Traum, dass eines Tages in Alabama mit sei­nen bös­ar­ti­gen Rassisten, mit sei­nem Gouverneur, von des­sen Lippen Worte wie „Intervention” und „Annullierung der Rassenintegration” trie­fen …, dass eines Tages genau dort in Alabama klei­ne schwar­ze Jungen und Mädchen die Hände schüt­teln mit klei­nen wei­ßen Jungen und Mädchen als Brüdern und Schwestern. Ich habe einen Traum, dass eines Tages jedes Tal erhöht und jeder Hügel und Berg ernied­rigt wird. Die rau­hen Orte wer­den geglät­tet und die unebe­nen Orte begra­digt wer­den. Und die Herrlichkeit des Herrn wird offen­bar wer­den, und alles Fleisch wird es sehen.

Das ist unse­re Hoffnung. Mit die­sem Glauben keh­re ich in den Süden zurück.

Mit die­sem Glauben wer­de ich fähig sein, aus dem Berg der Verzweiflung einen Stein der Hoffnung zu hau­en. Mit die­sem Glauben wer­den wir fähig sein, die schril­len Missklänge in unse­rer Nation in eine wun­der­ba­re Symphonie der Brüderlichkeit zu ver­wan­deln.

Mit die­sem Glauben wer­den wir fähig sein, zusam­men zu arbei­ten, zusam­men zu beten, zusam­men zu kämp­fen, zusam­men ins Gefängnis zu gehen, zusam­men für die Freiheit auf­zu­ste­hen, in dem Wissen, dass wir eines Tages frei sein wer­den. Das wird der Tag sein, an dem alle Kinder Gottes die­sem Lied eine neue Bedeutung geben kön­nen: „Mein Land von dir, du Land der Freiheit sin­ge ich. Land, wo mei­ne Väter star­ben, Stolz der Pilger, von allen Bergen lasst die Freiheit erschal­len.” Soll Amerika eine gro­ße Nation wer­den, dann muss dies wahr wer­den.

So lasst die Freiheit erschal­len von den gewal­ti­gen Gipfeln New Hampshires. Lasst die Freiheit erschal­len von den mäch­ti­gen Bergen New Yorks, lasst die Freiheit erschal­len von den hohen Alleghenies in Pennsylvania. Lasst die Freiheit erschal­len von den schnee­be­deck­ten Rocky Mountains in Colorado. Lasst die Freiheit erschal­len von den geschwun­ge­nen Hängen Kaliforniens. Aber nicht nur das, lasst die Freiheit erschal­len von Georgias Stone Montain. Lasst die Freiheit erschal­len von Tennesees Lookout Mountain. Lasst die Freiheit erschal­len von jedem Hügel und Maulwurfshügel in Mississippi, von jeder Erhebung lasst die Freiheit erschal­len.

Wenn wir die Freiheit erschal­len las­sen — wenn wir sie erschal­len las­sen von jeder Stadt und jedem Weiler, von jedem Staat und jeder Großstadt, dann wer­den wir den Tag beschleu­ni­gen kön­nen, an dem alle Kinder Gottes — schwar­ze und wei­ße Menschen, Juden und Heiden, Protestanten und Katholiken — sich die Hände rei­chen und die Worte des alten Negro Spiritual sin­gen kön­nen: „Endlich frei! Endlich frei! Großer all­mäch­ti­ger Gott, wir sind end­lich frei!” (1)

 Englisches Originaltranskript der Rede:

„I am hap­py to join with you today in what will go down in histo­ry as the grea­test demons­tra­ti­on for free­dom in the histo­ry of our nati­on.

Five score years ago, a gre­at American, in who­se sym­bo­lic shadow we stand today, signed the Emancipation Proclamation. This momen­tous decree came as a gre­at beacon light of hope to mil­li­ons of Negro slaves who had been sea­red in the fla­mes of withe­ring injus­ti­ce. It came as a joy­ous day­break to end the long night of their cap­ti­vi­ty.

But one hund­red years later, the Negro still is not free. One hund­red years later, the life of the Negro is still sad­ly cripp­led by the mana­cles of segre­ga­ti­on and the chains of discri­mi­na­ti­on. One hund­red years later, the Negro lives on a lonely island of pover­ty in the midst of a vast oce­an of mate­ri­al pro­spe­ri­ty. One hund­red years later, the Negro is still lan­guis­hing in the cor­ners of American socie­ty and finds him­s­elf an exi­le in his own land. So we have come here today to dra­ma­ti­ze a shame­ful con­di­ti­on.

In a sen­se we have come to our nation’s capi­tal to cash a check. When the archi­tects of our repu­blic wro­te the magni­ficent wor­ds of the Constitution and the Declaration of Independence, they were signing a pro­mis­so­ry note to which every American was to fall heir. This note was a pro­mi­se that all men, yes, black men as well as white men, would be gua­ran­teed the unali­en­ab­le rights of life, liber­ty, and the pur­su­it of hap­pi­ness.

It is obvious today that America has defaul­ted on this pro­mis­so­ry note inso­far as her citi­zens of color are con­cer­ned. Instead of hono­ring this sac­red obli­ga­ti­on, America has given the Negro peop­le a bad check, a check which has come back mar­ked „insuf­fi­ci­ent funds.” But we refu­se to belie­ve that the bank of jus­ti­ce is bankrupt. We refu­se to belie­ve that the­re are insuf­fi­ci­ent funds in the gre­at vaults of oppor­tu­ni­ty of this nati­on. So we have come to cash this check — a check that will give us upon demand the riches of free­dom and the secu­ri­ty of jus­ti­ce. We have also come to this hal­lo­wed spot to remind America of the fier­ce urgen­cy of now. This is no time to enga­ge in the luxu­ry of coo­ling off or to take the tran­qui­li­zing drug of gra­dua­lism. Now is the time to make real the pro­mi­ses of demo­cra­cy. Now is the time to rise from the dark and deso­la­te val­ley of segre­ga­ti­on to the sun­lit path of raci­al jus­ti­ce. Now is the time to lift our nati­on from the quick sands of raci­al injus­ti­ce to the solid rock of bro­ther­hood. Now is the time to make jus­ti­ce a rea­li­ty for all of God’s child­ren.

It would be fatal for the nati­on to over­look the urgen­cy of the moment. This sweltering sum­mer of the Negro’s legi­ti­ma­te dis­con­tent will not pass until the­re is an invi­go­ra­ting autumn of free­dom and equa­li­ty. Nineteen six­ty-three is not an end, but a begin­ning. Those who hope that the Negro nee­ded to blow off steam and will now be con­tent will have a rude awa­ke­n­ing if the nati­on returns to busi­ness as usu­al. There will be neit­her rest nor tran­qui­li­ty in America until the Negro is gran­ted his citi­zenship rights. The whirl­winds of revolt will con­ti­nue to shake the foun­da­ti­ons of our nati­on until the bright day of jus­ti­ce emer­ges.

But the­re is some­thing that I must say to my peop­le who stand on the warm thres­hold which leads into the palace of jus­ti­ce. In the pro­cess of gai­ning our right­ful place we must not be guil­ty of wrong­ful deeds. Let us not seek to satis­fy our thirst for free­dom by drin­king from the cup of bit­ter­ness and hat­red.

We must fore­ver con­duct our strugg­le on the high pla­ne of digni­ty and disci­pli­ne. We must not allow our crea­ti­ve pro­test to dege­ne­ra­te into phy­si­cal vio­lence. Again and again we must rise to the majes­tic heights of mee­ting phy­si­cal force with soul force. The mar­ve­lous new mili­tan­cy which has engul­fed the Negro com­mu­ni­ty must not lead us to a distrust of all white peop­le, for many of our white bro­thers, as evi­den­ced by their pre­sence here today, have come to rea­li­ze that their desti­ny is tied up with our desti­ny. They have come to rea­li­ze that their free­dom is inex­tri­ca­bly bound to our free­dom. We can­not walk alo­ne.

As we walk, we must make the pledge that we shall always march ahead. We can­not turn back. There are tho­se who are asking the devo­tees of civil rights, „When will you be satis­fied?” We can never be satis­fied as long as the Negro is the vic­tim of the unspeaka­ble hor­rors of poli­ce bru­ta­li­ty. We can never be satis­fied, as long as our bodies, hea­vy with the fati­gue of tra­vel, can­not gain lod­ging in the motels of the high­ways and the hotels of the cities. We can­not be satis­fied as long as the Negro’s basic mobi­li­ty is from a smal­ler ghet­to to a lar­ger one. We can never be satis­fied as long as our child­ren are strip­ped of their self­hood and rob­bed of their digni­ty by signs sta­ting „For Whites Only”. We can­not be satis­fied as long as a Negro in Mississippi can­not vote and a Negro in New York belie­ves he has not­hing for which to vote. No, no, we are not satis­fied, and we will not be satis­fied until jus­ti­ce rolls down like waters and righ­teous­ness like a migh­ty stream.

I am not unmind­ful that some of you have come here out of gre­at tri­als and tri­bu­la­ti­ons. Some of you have come fresh from nar­row jail cells. Some of you have come from are­as whe­re your quest for free­dom left you bat­te­red by the storms of per­se­cu­ti­on and stag­ge­red by the winds of poli­ce bru­ta­li­ty. You have been the vete­rans of crea­ti­ve suf­fe­ring. Continue to work with the faith that unear­ned suf­fe­ring is redemp­ti­ve.

Go back to Mississippi, go back to Alabama, go back to South Carolina, go back to Georgia, go back to Louisiana, go back to the slums and ghet­tos of our nort­hern cities, kno­wing that somehow this situa­ti­on can and will be chan­ged. Let us not wal­low in the val­ley of des­pair.

I say to you today, my fri­ends, so even though we face the dif­fi­cul­ties of today and tomor­row, I still have a dream. It is a dream deeply roo­ted in the American dream.

I have a dream that one day this nati­on will rise up and live out the true mea­ning of its creed: „We hold the­se truths to be self-evi­dent: that all men are crea­ted equal.”

I have a dream that one day on the red hills of Georgia the sons of for­mer slaves and the sons of for­mer slave owners will be able to sit down toge­ther at the table of bro­ther­hood.

I have a dream that one day even the sta­te of Mississippi, a sta­te sweltering with the heat of injus­ti­ce, sweltering with the heat of opp­res­si­on, will be trans­for­med into an oasis of free­dom and jus­ti­ce.

I have a dream that my four litt­le child­ren will one day live in a nati­on whe­re they will not be jud­ged by the color of their skin but by the con­tent of their cha­rac­ter.

I have a dream today.

I have a dream that one day, down in Alabama, with its vicious racists, with its gover­nor having his lips drip­ping with the wor­ds of inter­po­si­ti­on and nul­li­fi­ca­ti­on; one day right the­re in Alabama, litt­le black boys and black girls will be able to join hands with litt­le white boys and white girls as sis­ters and bro­thers.

I have a dream today.

I have a dream that one day every val­ley shall be exal­ted, every hill and moun­tain shall be made low, the rough pla­ces will be made plain, and the croo­ked pla­ces will be made strai­ght, and the glo­ry of the Lord shall be revea­led, and all flesh shall see it toge­ther.

This is our hope. This is the faith that I go back to the South with. With this faith we will be able to hew out of the moun­tain of des­pair a stone of hope. With this faith we will be able to trans­form the jang­ling dis­cords of our nati­on into a beau­ti­ful sym­pho­ny of bro­ther­hood. With this faith we will be able to work toge­ther, to pray toge­ther, to strugg­le toge­ther, to go to jail toge­ther, to stand up for free­dom toge­ther, kno­wing that we will be free one day.

This will be the day when all of God’s child­ren will be able to sing with a new mea­ning, „My coun­try, ’tis of thee, sweet land of liber­ty, of thee I sing. Land whe­re my fathers died, land of the pilgrim’s pri­de, from every moun­ta­in­si­de, let free­dom ring.”

And if America is to be a gre­at nati­on this must beco­me true. So let free­dom ring from the pro­di­gious hill­tops of New Hampshire. Let free­dom ring from the migh­ty moun­ta­ins of New York. Let free­dom ring from the heigh­ten­ing Alleghenies of Pennsylvania!

Let free­dom ring from the snow­cap­ped Rockies of Colorado!

Let free­dom ring from the cur­vaceous slopes of California!

But not only that; let free­dom ring from Stone Mountain of Georgia!

Let free­dom ring from Lookout Mountain of Tennessee!

Let free­dom ring from every hill and mole­hill of Mississippi. From every moun­ta­in­si­de, let free­dom ring.

And when this hap­pens, when we allow free­dom to ring, when we let it ring from every vil­la­ge and every ham­let, from every sta­te and every city, we will be able to speed up that day when all of God’s child­ren, black men and white men, Jews and Gentiles, Protestants and Catholics, will be able to join hands and sing in the wor­ds of the old Negro spi­ri­tu­al, „Free at last! free at last! thank God Almighty, we are free at last!” (2)(3)

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Anhang:

(a) Die Allusion (lat. allu­de­re: [auf etwas] anspie­len) bezeich­net eine Verwendung von Ausdrücken, die nicht direkt, son­dern indi­rekt (andeu­tungs­wei­se) eine Handlung mit einem ana­lo­gen Fall aus der Geschichte oder Literatur ver­gleicht. (4)

(b) Die Anapher (griech. ana­phorá: das Zurückführen, vgl. lat.: refe­ro) ist eine rhe­to­ri­sche (Wort-)Figur; sie bezeich­net die (ein­ma­li­ge oder mehr­fa­che) Wiederholung eines Wortes (oder einer Wortgruppe) am Anfang auf­ein­an­der fol­gen­der Verse, Strophen, Sätze oder Satzteile. So dient sie der Strukturierung und Rhythmisierung von Texten. Die wie­der­hol­ten Einheiten wer­den ggf. als beson­ders bedeut­sam her­vor­ge­ho­ben. (5)

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Quellen:

  1. http://english-zone.com/holidays/mlk-dreamg.html
  2. http://www.americanrhetoric.com/speeches/mlkihaveadream.htm
  3. http://www.usconstitution.net/dream.html
  4. http://de.wikipedia.org/wiki/Allusion
  5. http://de.wikipedia.org/wiki/Anapher
  6. http://en.wikipedia.org/wiki/I_Have_a_Dream
  7. http://de.wikipedia.org/wiki/American_Dream

Bilder:

  • http://en.wikipedia.org/wiki/File:Martin_Luther_King_-_March_on_Washington.jpg
  • http://en.wikipedia.org/wiki/File:IhaveadreamMarines.jpg

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24 Responses to Martin Luther King – „I have a Dream”

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