Österreichweite Demonstrationen gegen ACTA und Vorratsdatenspeicherung am 31.03.2012

Am 31.3. fin­den Protestmärsche gegen die am 1. April 2012 in Kraft tre­ten­de Vorratsdatenspeicherung statt. Die Vorratsdatenspeicherung beschnei­det ua. unse­re Grundrecht auf Privatsphäre und die Unschuldsvermutung wird de fac­to aus­ge­he­belt. Mit der anlass­lo­sen Aufzeichnung unse­rer Daten für 6 Monate, steht jede/​r vor­erst ein­mal unter Verdacht. Die Vorratsdatenspeicherung wur­de in eini­gen ande­ren Ländern, dar­un­ter auch Deutschland, wg. Verfassungswidrigkeit aus­ge­setzt. Fordern wir gemein­sam die öster­rei­chi­sche Bundesregierung und Parlament auf, die Vorratsdatenspeicherung auf­zu­he­ben sowie das euro­päi­sche Parlament die­se zurück­zu­neh­men!

Quelle: Solidar-Werkstatt Österreich

Was wird gespeichert?

  • SIM-Karte: Standort (dau­er­haft)
  • Telefonat: IMSI & IMEI der Geräte, Zeitpunkt, Dauer, Standort
  • SMS: Sender, Empfänger und Zeitpunkt, Standort
  • E-Mail: E-Mail Adressen und IP von Sender & Empfänger, Zeitpunkt
  • Mobile Internetverbindung: IP, Einwahlzeitpunkt & Dauer, Standort
  • Festnetz Internetverbindung: IP, Einwahlzeitpunkt & Dauer

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Protestieren wir also gemein­sam gegen die anlass­lo­se
Speicherung unse­rer Daten auf Vorrat, die uns gene­rell zu
Verdächtigen erklärt!

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Innsbruck:

Treffpunkt: 13:00 Uhr vor dem Landesmuseum
Route: Rathaus Galerie – Wiltener Platzl – Olympiabrücke – Rapoldi Park

Siehe auch: http://www.facebook.com/events/234939436598050/

Wien:

Beginn: 14:00 Uhr
Abmarsch: ca 14:30 -15:00 Uhr
Treffpunkt: Mariahilferstrasse, Christian-Broda-Platz (U3/​U6 Westbahnhof)
Route: Mariahilferstrasse – Heldenplatz (Hofburg), Kundgebung -
Parlament, Abschlusskundgebung (gering­fü­gi­ge Änderungen sind nicht aus­ge­schlos­sen, dar­um bit­te kurz vor dem 31. März noch­mal vor­bei­schau­en)

Siehe auch: http://www.facebook.com/events/333315213359722/

Linz:

Beginn: 14:00Uhr
Treffpunkt: Volksgarten
Route: Volksgarten – Landstraße – Hauptplatz – AEC Deck

Siehe auch: http://www.facebook.com/events/305313806193694/

Salzburg

Treffpunkt: 13:30 vor dem Elmo Kino
Route: Elmo Kino – Lehner Brücke – Salzach ent­lang – Altstadt – Staatsbrücke – Mozarts Wohnhaus – Mirabellgarten

Siehe auch: https://www.facebook.com/events/124003471060682/

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Worum geht es?

Im April 2011 wur­de die Vorratsdatenspeicherung (VDS) von SPÖ/​ÖVP trotz zahl­rei­cher euro­pa­wei­ter Protestaktionen und auch par­tei­in­ter­ner Bedenken beschlos­sen.

Kommenden Sonntag am 1. April tritt die Regelung der VDS in Kraft.

Mehrere EU-Staaten (u.a. Deutschland, Tschechien und Schweden) haben die Vorratsdatenspeicherung schon im Vorfeld gekippt, bzw nie ein­ge­führt. Auch in Österreich muss der Kampf um unser aller Privatsphäre wei­ter­ge­hen.

Eine Online-Bürgerinitiative des AK Vorrat hat bis jetzt über 80.000 Unterstützer gegen die VDS und zur Evaluierung bestehen­der „Anti-Terror-Gesetze” gesam­melt. Sie kann immer noch online unter­schrie­ben wer­den!

Weitere Informationen zum VDS- Protest: https://gegenvds.at/protestaktionen/

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8 Responses to Österreichweite Demonstrationen gegen ACTA und Vorratsdatenspeicherung am 31.03.2012

  1. guru says:

    Hallo!

    „VDS” ist die Vorbereitung zu „ACTA” und da geht es neben dem Drumherum um die Inhalte!
    Also ist der Mail-Verkehr die Vorbereitung zu Terrorakten oder wird recht­lich geschütz­tes Material direkt oder in einem Mail ein­ge­packt her­un­ter­ge­la­den oder was wird in den diver­sen Streams ange­schaut usw.

    Nicht umsonst hat man schon vor Jahren das belieb­te und freie Verschlüsselungsprogramm „PGP” abge­würgt. Man kann davon aus­ge­hen, dass sämt­li­che kom­mer­zi­el­le Programme aus den USA einen Masterkey ein­pro­gram­miert haben um die Überwachung zu ver­ein­fa­chen (Echelon), die Hardware hat es auf alle Fälle.
    Wenn ich mich nicht täu­sche, dann wur­de 2010 groß die Entschlüsselung eines 1024-bit Keys gefei­ert – man fragt sich nur war­um macht man sowas und was gibt es da zu fei­ern? Die aus­ge­setz­te Prämie wiegt den Einsatz nicht auf.

    Nun mit € 22mio kann man sich schon ein ganz net­tes Arsenal an CPU-Leistung anle­gen um die Dateninhalte zu ent­schlüs­seln und nach allen Möglichen zu durch­fors­ten. Wer ist ein kri­ti­scher Geist, wer hat wel­ches Verhaltensmuster usw.

    mfg

  2. Zweistein says:

    Ich habe sehr wohl was zu ver­ber­gen – und zwar mei­ne Privatsphäre! Wer will z.B. schon sei­ne Krankengeschichte oder sein Sexleben preis­ge­ben???

    Und die ech­ten Kriminellen wis­sen eh wie sie die VDS umge­hen kön­nen: http://fm4.orf.at/stories/1696586/

    Ich hoff es kom­men vie­le Menschen zu den Demos über­all in Österreich!

    • guru says:

      Hallo!

      Es ist eine Fehlmeinung, dass man VDS oder ACTA umge­hen könn­te!!!!!
      Man kann den Überwachern das Leben schwer machen, ja, z.B. mit anony­men Wertkarten-Handys. Die Frage, wie lan­ge gibt es die noch?
      Hacker und Kriminelle kön­nen ihre Aktivitäten mit „gefak­ten” Nummern durch­fuh­ren, aber die Einwahlpunkte sind schnell bekannt usw.

      Das Internet betref­fend, schon bil­ligs­te IDS (Intrusion Detection System) über­wa­chen, z.B. denn gesam­ten Datenverkehr der über mei­nen Router läuft. Während IDS den „Bad-Traffic” aus­fil­tern und zur Anzeige brin­gen ver­zich­ten „VDS-Systeme” auf die­se Möglichkeit. Deren Aufgabe ist den gesam­ten Datenverkehr in irgend­ei­ne Datenbank zu schrei­ben. Verschlüsselt oder nicht ist voll­kom­men egal.
      Wenn nun alle Daten in der Datenbank sind hat man genü­gend Zeit die Keys zu ent­schlüs­seln und die Daten zu ana­ly­sie­ren. Für den nächs­ten Lauf merkt man sich den Schlüssel, eine gro­ße Anzahl ver­wen­det aus Bequemlichkeit sta­ti­sche Schlüssel, das wars!
      Das ein­zi­ge Problem für die Überwachung sehe ich dar­in, wo set­ze ich den Überwachungspunkt an damit mir a) Nichts ent­geht und b) Alles ohne Überlastung in deren Datenbank lan­det!
      Die Internet-Router (Anschluß ISP zu Internet) wären da schon brauch­ba­re Überwachungspunkte, da muß zwangs­läu­fig alles drü­ber!!!!

      MfG

  3. Totems says:

    Sehe das genau wie mei­ne Vorredner. VDS ist nur die Vorstufe zu ACTA. Das gan­ze geht nur in Richtung Generalverdacht aller Buerger und Ueberwachungsakte ala Stasi.

    Ich schaet­ze mei­ne Privatsphaere und hab kei­nen Bock das die da Oben jeden sch*** wis­sen, was ich mir so anse­he oder schrei­be.

  4. guru says:

    Hallo!

    Ups, hat­te eini­ge Probleme mit dem Kommentieren, dau­er­te mög­li­cher­wei­se zu lan­ge!

    Nun mein Senf!

    In obi­gen Artikel wird unter „Was wird gespei­chert” mehr oder weni­ger harm­lo­se Punkte auf­ge­führt, die bereits seit Einführung der Telephonie, teil­wei­se kos­ten­pflich­tig, als Gesprächsnachweis bzw. Providervertrag, mehr oder weni­ger gra­tis zur Verfügung ste­hen!

    Sieht man sich die EU-Richtlinie – Richtlinie 2006/​24/​EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006
    http://blogs.fboits.com/satyagraha/wp-content/uploads/Org_Dokumente/VDS_ACTA/VDS_LexUriServ.pdf
    beson­ders Pkt. (3) und Artikel 5 ff an,
    oder
    27. Bundesgesetz: Änderung des Telekommunikationsgesetzes 2003 – TKG 2003
    (NR: GP XXIV RV 1074 AB 1157 S. 102. BR: AB 8493 S. 796.) [CELEX-Nr.: 32006L0024]

    http://blogs.fboits.com/satyagraha/wp-content/uploads/Org_Dokumente/VDS_ACTA/VDS_BGB.pdf
    beson­ders Pkt. 15. und 20.

    dann sieht die Welt schon etwas anders aus! Ohne Anspruch auf Vollständigkeit!
    MfG

  5. gold says:

    SPD-Mitgliederbegehren gegen Vorratsdatenspeicherung gestar­tet (23.07.2012) sozis-gegen-vds.de: Wenn bis zum 23. Oktober 10% der SPD-Mitglieder gegen eine ver­dachts­lo­se Vorratsspeicherung aller Verbindungsdaten unter­schrei­ben, kommt es zu einem Mitgliederentscheid.

  6. finder says:

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