Brave New World (1998)

Brave New World (dt: Schöne neue Welt) ist ein 1932 erschie­ne­ner dys­to­pi­scher Roman von Aldous Huxley, der eine Gesellschaft beschreibt, in der „Stabilität, Frieden und Freiheit“ gewähr­leis­tet schei­nen.

Mittels phy­si­scher Manipulationen der Embryonen und Föten sowie der anschlie­ßen­den men­ta­len Indoktrinierung der Kleinkinder wer­den die Menschen gemäß der jewei­li­gen gesell­schaft­li­chen Kasten geprägt, denen sie ange­hö­ren sol­len und die von Alpha-Plus (für Führungspositionen) bis zu Epsilon-Minus (für ein­fachs­te Tätigkeiten) rei­chen.

Allen Kasten gemein­sam ist die Konditionierung auf eine per­ma­nen­te Befriedigung durch Konsum, Sex und die Droge Soma, die den Mitgliedern die­ser Gesellschaft das Bedürfnis zum kri­ti­schen Denken und Hinterfragen ihrer Weltordnung nimmt.

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Der Fernsehfilm Brave New World (dt: Geklonte Zukunft) wur­de von Leslie Libman und Larry Williams insze­niert, mit Peter Gallagher und Leonard Nimoy in den Hauptrollen.

Der Film ist eine Anlehnung und Modernisierung der Romanvorlage von Aldous Huxley, nach­dem die Gentechnik ja erst in den 1979er Jahren ihren wis­sen­schaft­li­chen durch­bruch erleb­te. Ein wei­te­res Manko ist natür­lich die Tatsache, daß bei wei­tem nicht der Tiefgang des Romans erreicht wird und alles etwas ober­fläch­lich wirkt.

In einer Welt ohne Gewalt und Krieg wer­den die Menschen, die alle­samt geklont sind, durch eine Glücksdroge namens “Soma” von der Regierung unter Kontrolle gehal­ten. Liebe oder sogar Sex und Fortpflanzung sind strengs­tens ver­bo­ten. Eines Tages bricht Bernhard Marx, ein Mensch aus der Außenwelt, der nicht unter staat­li­cher Kontrolle steht, in die­se ver­meint­li­che Idylle ein und ver­liebt sich in eine Frau aus der Oberschicht der Gesellschaft. Mit roman­ti­scher Lyrik, die in der kon­trol­lier­ten Welt ver­bo­ten ist, gewinnt er das Herz der Angebeteten – und bringt sich und sie damit in gro­ße Gefahr!

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Brave New World (eng­li­sche Version):

Download: hier oder Aldous Huxley - Brave New World

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Fazit:

Selbst wenn es heu­te kaum mehr nach­voll­zieh­bar ist (und durch den Film auch nicht her­aus­ge­ar­bei­tet wer­den konn­te): Ursprünglich war Brave New World als Satire kon­zi­piert! Veranschaulicht wird dies unter ande­rem durch die Vielzahl von Anspielungen auf his­to­ri­sche Persönlichkeiten und von in die Ford-Zeit über­tra­ge­nen Namen von all­seits bekann­ten Personen, Gebäuden oder sons­ti­gen Sehenswürdigkeiten. Auch die Sprache Huxleys läßt bei aller Ernsthaftigkeit doch immer wie­der ein Augenzwinkern erken­nen, so daß daher die Lektüre des Romans, ange­sichts der offen­sicht­li­chen und unver­kenn­ba­ren Parallelen zu unse­rer tat­säch­li­chen heu­ti­gen Gesellschaft unein­ge­schränkt emp­feh­lens­wert ist.

Man erkennt auch war­um man­che Entscheidungen der Politik bzw. die poli­ti­sche Linie über­haupt so ist wie sie ist. Die NWO der Eliten (Alpha-Plus) läßt grü­ßen.

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Quellen:

  • http://de.wikipedia.org/wiki/Brave_New_World
  • http://en.wikipedia.org/wiki/Brave_New_World
  • http://en.wikipedia.org/wiki/Brave_New_World_(film)
  • http://zine-with-no-name.de/lesen/rev_huxley_brave_new_world.htm

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2 Responses to Brave New World (1998)

  1. lynn says:

    In fact when someo­ne doesn’t under­stand then its up to other peop­le that they will assist, so here it takes place.

  2. nexopia says:

    Enjoyed loo­king at this, very good stuff, appre­cia­te it. “Talk sen­se to a fool and he calls you foolish.” by Euripides.

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